check-circle Created with Sketch.

Konzepte und Materialien der Modellstandorte

Modellstandorte sind die Stadt Rheine sowie die Kreise Lippe, Siegen-Wittgenstein und Warendorf.

Die Leitgedanken der einzelnen Modellstandorte sowie zahlreiche zugehörige Materialien (Konzepte, Akteure, Kernprozesse, Einschätzungsbögen, Formulare) werden Ihnen im Folgenden angeboten.

 

 

Stand: Ende des Modellprojektes im Sommer 2019
Die Materialien werden nicht kontinuierlich aktualisiert.

Karte von Westfalen-Lippe mit den Modellstandorten

Modellstandort Stadt Rheine

Das lokale Übergangskonzept in Rheine orientiert sich an dem Leitbild "Wegweiser und Brücke". Um Care Leaver auf ihrem Weg zu einer größtmöglichen Eigenständigkeit zu unterstützen und zu fördern, bilden die beteiligten Institutionen und Kooperationspartner das Fundament. Dabei wird berücksichtigt, dass es "Stolpersteine" und Brüche geben kann. Der Weg eines jungen Menschen geht nicht gradlinig in die Selbständigkeit. Das verbindliche Übergangskonzept soll diese "Stolpersteine", "brüchigen Stellen" und "Brückenabschnitte ohne Geländer" erkennen, reparieren und den Weg insgesamt ebnen.

Modellstandort Kreis Lippe

Das lokale Übergangskonzept im Kreis Lippe hat zu einer Qualitätsoffensive der Übergangsgestaltung im Jugendamt als zentralem Akteur geführt. Unter Federführung des Jugendamtes haben die beteiligten Akteure ihre Ressourcen stärker gebündelt („Zusammen gestalten wir den Übergang“). Die intensive Auseinandersetzung aller Kooperationspartner während des Entwicklungsprozesses des lokalen Übergangskonzeptes hat spürbar eine veränderte innere Haltung bewirkt. Fachkräfte werden hier unterstützt, Jugendliche sowie junge Volljährige im Übergang in die Selbständigkeit zu coachen und zu begleiten.

Modellstandort Kreis Siegen-Wittgenstein

Im lokalen Übergangskonzept in Siegen-Wittgenstein gilt die Maxime: Die Verselbständigung orientiert sich am Entwicklungsstand des jungen Menschen sowie dem Erreichungsgrad der Verselbständigung und nicht am Alter („Es wird solange Jugendhilfe gewährt, wie diese notwendig ist“). Dazu wurden „Bögen“ für die Hilfeplanung entwickelt, mit deren Hilfe Ressourcen und Entwicklungsbedarfen der jungen Menschen beschrieben werden können. In Kombination mit Fallkonferenzen vermittelt die Arbeit mit dem persönlichen Entwicklungsstand dem jungen Menschen Sicherheit. Junge Menschen in Siegen-Wittgenstein können die Gewissheit erlangen, dass sie bei Bedarf weiterhin auf kompetente Ansprechpartner*innen, auch in anderen Institutionen, zurückgreifen können.

Modellstandort Kreis Warendorf

Leitgedanke des lokalen Übergangkonzeptes in Warendorf ist eine nachhaltige Verselbständigung mit dem Ziel, im Übergang alles zu unternehmen, um junge Menschen in die Lage zu versetzen, mittelfristig ein eigenständiges Leben jenseits von Transferzahlungen zu führen. Das Übergangskonzept folgt damit einer präventiven Grundausrichtung. Im Kreis Warendorf werden die Leistungen des Jugendamtes unter Anwendung § 16h SGB II enger mit dem Jobcenter verzahnt, um frühe und einfache Zugänge für junge Menschen zu den verschiedenen Angeboten zu ermöglichen. Basis für diesen frühen und vereinfachten Zugang ist eine vertiefte Kooperation zwischen dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, dem Jobcenter und dem freien Träger Erziehungshilfe St. Klara.